Jahr des Gottesdienstes 2012

 

Öffnen Sie mit einem Klick unser Programm für besondere, musikalische Gottesdienste in 2012. Hier ist für jede und jeden etwas dabei!

Viel Spaß beim Schmökern...

Einladung zum Adventsbazar

Abendgottesdienst zum Reformationsfest am 4. November um 18 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

Konzert der Posaunenchöre - Herzliche Einladung!

 

 

 

 

Oberboihinger und Reuderner Posaunenchöre musizierten gemeinsam

Konzertprojekt griff die lange gemeinsame Tradition der beiden Kirchengemeinden auf


Unter dem Motto „Aufsteh'n, Aufeinander Zugeh'n“ trafen sich in den letzten Wochen über 50 Bläserinnen und Bläser der Posaunenchöre Reudern und Oberboihingen zum gemeinschaftlichen Musizieren. Das hörbare Resultat kam in der Friedenskirche Reudern bei einem Abendgottesdienst zur Aufführung.


Dass zwei Chöre miteinander einen starken Sound erzeugen können, war zu erwarten. Das harmonische Zusammenspiel, das abwechslungsreiche Programm und die interessante Gestaltung jedes einzelnen Musikstücks war für die Zuhörer eine kleine Überraschung. Die beiden Chöre spielten in unterschiedlicher Besetzung, mischten die Gruppen immer wieder neu und setzten so das Motto des Abends direkt um. „Die Kooperation zwischen beiden Chören hat eine lange Tradition, an die wir gerne wieder anknüpfen wollen“, sagte Peter Gölz, der Leiter des Reuderner Chores bei der Begrüßung. Gölz wurde vor kurzem mit dem Ehrenamtspreis der Kreissparkasse und der Nürtinger Zeitung ausgezeichnet.
      
Ebenfalls überdurchschnittlich in der Posaunenarbeit engagiert ist Ferdinand Kübler. Der Oberboihinger Chorleiter führte gemeinsam mit Peter Gölz musikalisch durch den Gottesdienst. Zur Aufführung kamen Bläserstücke und natürlich traditionelle und moderne Kirchenlieder. Alte und neue Meister wurden gespielt. So kam auch eine Komposition von Gölz zur Aufführung. Zum Lied „Die Erde ist des Herrn“ erklang sein phantasievolles Chorsalvorspiel, das einfühlsam das Thema Ökologie aufgriff. Der Zuhörer konnte vor seinem inneren Auge unseren blauen Planeten durch das All schweben sehen. Satte Klänge bei der „Nordic Fanfare“ mit Lukas Kübler an den Pauken, sehnsuchstvolle Flügelhornklänge, die bei „Gammal Fäbodpsalm“, einer alten Melodie aus Nordschweden über dem Chorklang schwebten, ein Hassler-Satz der Bass- und Tenorbläser mit weichem Ausdruck, all diese Varianten zeigten, wie abwechslungsreich konzertante Bläsermusik sein kann. Im Zentrum des Gottesdienstes stand das Lied „Aufsteh'n, Aufeinander Zugeh'n“. Dafür hatte Peter Gölz eigens eine Intonation von Gottfried Schreiter für zwei Bläserchöre umgeschrieben. Deutlich war beim Zuhören nachzuvollziehen, wie beide Chöre zunächst eher gegeneinander spielten, um dann nach und nach in ein harmonisches Miteinander zu finden.     

Dass es bei diesem nachbarschaftlichen Ereignis nicht nur um Noten ging, sondern um die Begegnung zwischen Menschen, wurde auch in der Gestaltung der Lesungen durch Chormitglieder aus Oberboihingen und aus Reudern sichtbar. Texte von Willy Sohn, Werner Reiser, Jörg Zink und anderen beleuchteten das Motto des Abends in persönlichen, sozialen, ökologischen und biblischen Bezügen und schufen die Verbindung zu den Liedern. Susanne Kübler, Susanne Preuß, Eberhard Ellwanger und Michael Riempp trugen Gedichte und Gedanken vor. In Reudern und auch in der evangelischen Johanneskirche in Unterboihingen, wo das gleiche Programm ebenfalls in einem Abendgottesdienst aufgeführt wurde, berührte diese Botschaft die Zuhörer. Im Anschluss an die Veranstaltungen wurden Spenden erbeten, in Unterboihingen für den Hilfsfonds „Senfkorn“ der evangelischen Kirchengemeinde Wendlingen, in Reudern für den Nürtinger Tagestreff.      

Die beiden Chöre freuen sich über ihre vielen Nachwuchsmusiker, die beim Chorprojekt begeistert mitwirkten. Bläser und Bläserinnen aller Altersstufen sind in jeder Gruppe vertreten. Der Posaunist Rolf Ellwanger erhielt eine Ehrung und das "Goldene Abzeichen des Weltbundes der CVJM/YMCA" für sein 60jähriges ehrenamtliches Engagement.

Erntedank Gottesdienst 2012

Sommerlieder-Gottesdienst am Sonntag, 22. Juli 2012

Posaunenchor beim Sommerlieder gottesdienst

Eingangsstück vom Posaunenchor

Bolivianische Messe am Sonntag, 15. Juli 2012

Sommerserenade -Bolivianische Messe-

Die diesjährige sehr gut besuchte Serenade am 15. Juli in der Friedenskirche war eine musikalische Zusammenführung europäischer und lateinamerikanischer Musiktradition. In fast allen von Chorleiter Christian König geschickt ausgesuchten Stücken war die Verbindung beider Strömungen gut herauszuhören, ob im “In dir ist Freude“, im “Libertango“ oder im “Rumba Toccata“, um nur einige zu nennen.
Im Hauptwerk des Abends, der Bolivianischen Messe “Misa di Solidaridad“ von T. Gabriel, zeigte der aus dem Kirchenchor Reudern und Gastsängern aus der Umgebung gebildete Projektchor sein Können in diesem mehrsätzigen Werk, darunter u. a. das Gloria, Sanctus und Vater Unser, mit schön klingenden Stimmen.
Begleitet wurde der Chor von einer fünfköpfigen Instrumentalgruppe aus Cajon, 2 Flöten, Gitarre und Kontrabass die gut aufeinander eingespielt, für den typischen lateinamerikanischen Klang und Rhythmus sorgte.
Textvorträge zwischen den musikalischen Werken wie z.B. ein Altmexikanischer Hymnus oder “Ein verändertes Vaterunser“ zwischen den musikalischen Werken, bereicherten die Serenade. Das wohlklingende und vom Chor fein nuanciert vorgetragene “Gott hat mir längst einen Engel gesandt“ mit Klavierbegleitung, setzte den Schlusspunkt dieses Konzerts unter der Leitung von Christian König der auch an Orgel, und Akkordeon zu hören war und souverän für das Gelingen des Konzerts sorgte, das mit viel Beifall belohnt wurde.
Rasch war der wegen der erfreulich großen Besucherschar genutzte Gemeindesaal zum anschließenden Ständerling mit südamerikanischen Spezialitäten umgeräumt, anlässlich dem die Besucher ihre Begeisterung über das Konzert austauschten und schon vom kommenden Sommerlieder-Gottesdienst sprachen.

Bezirkskirchentag 2012

Die evangelischen Gemeinden und Einrichtungen des Kirchenbezirks Nürtingen feiern vom 1. bis 8. Juli 2012 ihren Kirchentag unter dem Thema „Vergiss das Leben nicht.“  Am Eröffnungssonntag, dem 1. Juli soll ein Gottesdienst mit gleicher Liturgie in möglichst allen Kirchengemeinden des Bezirks gefeiert werden. Dann gibt es über die ganze Woche ein reiches und buntes Angebot in den einzelnen Kirchengemeinden. Es reicht von besonderen Gottesdiensten über einen Gesundheitstag für Frauen, musikalische Veranstaltungen, Open-Air-Kino zu einem Podiumsgespräch mit unserem Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Sie finden alle Veranstaltungen und weitere Informationen schon jetzt im Internet unter www.bezirkskirchentag.de  

 

Ein zentraler Schlussgottesdienst am Sonntag, 8. Juli um 10 Uhr in Nürtingen wird auf dem Vorplatz der Stadthalle K3N als Familiengottesdienst mit Posaunenchören,  Kirchen- Kinder- und Jugendchören und der Band „broken tree house“ gefeiert. Als Prediger hat der Tübinger Neutestamentler Prof. Dr. Joachim Eckstein zugesagt. Eine Begegnung zur Mittagszeit nach dem gemeinsamen Gottesdienst rund um die Kreuzkirche und den Schillerplatz in Nürtingen mit Essensangeboten der Kirchengemeinden und Einrichtungen und Möglichkeit der Darstellung der Gemeinden und Einrichtungen auf möglichst unterhaltsame Weise schließt den Bezirkskirchentag ab.

Veranstaltungen im Rahmen des Bezirkskirchentages - Offenes Singen am Freitag, 6. Juli 2012

Radtour am 27.06.2012

Martinskirche Neckartailfingen

(HG) Die 900 Jahre alte evangelische Martinskirche in Neckartailfingen war dieses Jahr Ziel unserer traditionellen Radtour. Die Kirche in romanischem Baustil errichtet, ist ein altehrwürdiges und einzigartiges Kleinod im Kirchenbezirk Nürtingen, deren Besonderheiten  Pfarrer Konrad Maier-Mohns mit viel Detailwissen den Teilnehmern während einer Führung anschaulich schilderte. Zum Beispiel dass Gebäudeforscher das Alter der Kirche 1995 anhand der Dachbalken, die aus dem Jahr 1111 stammen, exakt  ermittelten. Aus dieser Zeit stammen auch noch die Dachziegel auf der Südseite des Hauptschiffes. Oder, dass der Chor der Kirche  außen kubisch, während er im Inneren  als Rundchor gestaltet wurde. Dort befinden sich auch  die kostbaren alten Fresken, die nun wieder freigelegt sind, nachdem sie zwischendurch übertüncht worden waren, mit Darstellungen u.a. aus den Evangelien und auch dem Namenspatron der Kirche dem heiligen St. Martin.
Die Wegstrecke hin und zurück war von Martina Rohner und Achim Haussmann abwechslungsreich gewählt und von allen Teilnehmern, die sich mit Beifall für die Organisatoren verabschiedeten, gut bewältigt worden.

Radtour Neckartailfingen

Erntebittgottesdienst

Plakat Erntebittgottesdienst

Pfingsten

Wir freuen uns auf unsere Konfirmation

am Sonntag, 13. Mai 2012

Unseren Katechismusgottesdienst feiern wir am
29. April um 9.30 Uhr
dazu laden wir die ganze Gemeinde und auch die zukünftigen Konfirmanden ganz herzlich ein

(mit Mausklick vergrößern)

Von links nach rechts:
Vordere Reihe: Nathalie Labenda, Saskia Leopold, Louis Oelkrug, Christopher Wiedmann, Sophie Blankenhorn, Julia Pfeiffer, Jule Grünenwald, Michael Özdemir, Jonathan Schäfer, Marco Stephan, Moritz Kübler und Madeleine Hermann.
Hintere Reihe: Melanie Bausch, Jan Müller, Luca Guth, Thomas Renz, Lorenz Beßler, Luc Defillion, Florens Wagner, Frank Schlotz und Cara Dolde.

Kofirmation


(HG) Am 13. 05. feierte unsere Kirchengemeinde, vom Posaunenchor musikalisch begleitet, unter reger Teilnahme Konfirmation. 21 Konfirmanden wurden von Pfarrerin Kornelia Stysch an diesem denkwürdigen Tag eingesegnet. Sie hatten davor im Aufsagegottesdienst am 29.04. u.a. die 5 Kernstücke des Glaubens vorgetragen und z.T. eigene, beeindruckende Erklärungen dazu gegeben und erklärt, wie sie das Glaubensbekenntnis und die 10 Gebote für sich übertragen verstehen. Zusammen mit Bezirksjugendreferent Jochen Rominger gab Kornelia Stysch den Konfirmanden vor der Einsegnung mit auf den Weg, dass man im Gegensatz zu Jauch’s Quiz-Show bei Gott nicht rausfliegt, falls man die Antwort auf die Frage nach dem wichtigsten der 10 Gebote nicht “drauf hat“, und dass man mit Gott bei der Ausschau nach ihm, zu Lebensmillionären werden kann. Die Konfirmierten bedankten sich bei ihrer Pfarrerin für ihre geduldige und engagierte Begleitung zur Konfirmation und als nette Geste erhielt jede Konfirmandenmutter an diesem Muttertag eine Rose von ihrer Tochter resp. Sohn. Der Posaunenchor spielte Als Zwischenspiel, den Konfirmierten gewidmet, die Melodie “Gabriella“.

Liturgischer Abendspaziergang am 4. Mai 2012 - ein Leuchtfeuer unter den Gottesdiensten

 

Die Landessynode der evangelischen Landeskirche Württemberg hat das Jahr 2012 zum Jahr des Gottesdienstes erklärt, mit dem Ziel Freude und Wertschätzung für den Gottesdienst zu fördern, Menschen neu zum Gottesdienst einzuladen und die unterschiedlichen Gottesdienstformen ins Bewusstsein zubringen. Um dieses Ziel zu erreichen wurden je ein Gottesdienst aus den verschieden Rubriken zu Leuchtfeuergottesdiensten erklärt, zu denen,  über das Jahr ganze verteilt landeskirchenweit eingeladen wird. Zu einem solchen Leuchtfeuergottesdienst luden die beiden  Bezirksarbeitskreise Frauen (BAF) der zwei Kirchenbezirke Nürtingen und Kirchheim gemeinsam unter dem Motto „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ zum Liturgischen Abendspaziergang.

 

Reudern  Am Freitagabend um 19 Uhr versammelten sich ca.200 Frauen bei herrlichem Wetter auf dem Vorplatz der Friedenskirche in Reudern, von wo aus Sie gemeinsam zu einem Liturgischen Abendspaziergang starteten.

Doch zuerst begrüßte Karin Löw, die Vorsitzende des BAFs Nürtingen, die Teilnehmerinnen und gab einen kurzen Überblick über das, was Sie die nächsten 2 Stunden erwarten würden. Sie lud ein nach kurzen Wegstrecken innezuhalten, sich mit  inhaltlichen Impulsen beschenken zu lassen, zu singen, zu beten, zu tanzen, zu schauen, zu reden, zu schweigen und miteinander ein Agapemahl zu feiern.

Pfarrer Christoph Schweikle, Beauftragter für das Jahr des Gottesdienstes der evangelischen Landeskirche Württemberg, entzündete eine Leuchtfeuergottesdienstkerze. Dabei führte er aus, dass es sich beim Liturgischen Abendspaziergang um ein dreifaches Leuchtfeuer handle, nämlich in Bezug auf  die Zielgruppe – die Frauen, den Ort – im Freien und die Form – im Gehen.

Dann pilgerten die Frauen zur alten Kelter, wo Pfarrerin Dangelmaier-Vincon einen Impuls zum „Du“ in „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ vortrug, in dem Sie hervor hob, dass wir zu Gott „Du“ sagen dürfen, vertrauensvoll wie zu einem Vater oder Mutter. Zum Abschluss dieser Station wurde gemeinsam ein Lied mit Begleitung der Jesinger Jungbläser gesungen.

Der weitere Weg führte durch grüne Wiesen, vorbei an blühenden Bäumen und einer Schafherde. Er mündete schließlich in einer Stelle, die den Blick auf den Albtrauf und den Hohen Neuffen freigab. Hier war der richtige Ort, um „die Weite“ im vorgegeben Motto durch eine Text, den Waltraud Kurz selbst verfasst hatte, näher zu beschreiben. Die nächste Station befand sich nur wenige Meter entfernt auf einer Wiese, wo ein hoch aufgetürmter Brennholzstapel stand. Dort gab es einen Impuls zum Thema „Weite macht Angst“ und die Frauen wurden aufgefordert gedanklich ihre Ängste beim Holzstapel abzulegen. Als nächstes

führte der Weg zu einem Feldahorn, um den die Teilnehmerinnen zum Lied „Wir haben Gottes  Spuren festgestellt“ tanzten, was großen Anklang fand. Kurz darauf erreichten die Pilgerinnen eine Holzbank, auf der  Brot und Wasser angerichtet waren und feierten ein Agapemahl mit selbst verfassten Worten von Frau Winkler-Obermann. Die Strecke zur letzten Station auf offenem Feld gingen die Frauen schweigend. Auf einem Betonweg lasen Frau Weiler und Frau Schneider eine afrikanische Geschichte von zwei Brüdern vor, die auf unterschiedliche Weise versucht hatten, Spuren auf Ihrem Weg zu hinterlassen. Die Frauen wurde aufgefordert gegenseitig die Umrisse ihrer Füße mit Kreide auf den Betonweg zu zeichnen, um sichtbare Spuren zu hinterlassen. Der Liturgische Abendspaziergang endete mit einem Abschluss in der Friedenskirche und einem anschließenden gemütlichen Beisammensein im Gemeindezentrum.

Irene Waldmann

Gedanken zu Karfreitag

 

Den Menschen in die Hände gegeben …

An welchem Tag denken Christen besonders an das Leiden und den Tod von Jesus?  Frage ich die Viertklässler im Schulunterricht. Einige Hände gehen hoch. Manche wissen, es ist der Karfreitag, der lange Zeit in der evangelischen Kirche als höchster Feiertag galt. Im Religionsunterricht gehen wir die Stationen nach, die Jesus zwischen Palmsonntag und Ostern erlebte und durchlitt. Jesus ist von seinem Weg ans Kreuz nicht überrascht worden. Seine Reise nach Jerusalem, ins Zentrum der Macht und in die Nähe seiner Feinde, war riskant. Sich in die Hände von Menschen zu geben kann gefährlich und leichtsinnig sein. Für Jesus endete es tödlich. Jesus ringt mit sich und Gott in der Nacht seiner Gefangennahme im Garten Gethsemane, bis er Klarheit gewinnt. Widerstandslos lässt er sich von einer Abordnung römischer Soldaten festnehmen. Sie fesseln ihn, obwohl er sich nicht wehrt. Sie schlagen ihn, obwohl er keinen Widerstand leistet. Von außen gesehen erscheint er schwach und hilflos. Eine leichte Beute. Wo ist Gott? Warum lässt er das geschehen? Warum lässt er es „so“ geschehen? Jesus lässt sich nicht willenlos in die Enge treiben. „Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat?“ weist er Petrus zurecht, der mit dem Schwert dreinschlagen und Jesus verteidigen will. Jesus hat sich schon entschieden. Der Kampf liegt hinter ihm. Die Todesangst, die den Einsamen im Garten Gethsemane überfallen hat, ist gewichen. Gefasst tritt er Judas entgegen, der ihn mit einem Kuss verrät. Sich die Hände binden zu lassen, macht unfrei. Doch Jesus gibt sich nicht auf, sondern in Gottes Hand. Mit gebundenen Händen begibt er sich frei und aufrecht ins Ungewisse. Er rechnet mit den kleinen Schritten, die Gott ihm zeigen wird, mit der kleinen Kraft, die Gott ihm geben wird, gerade jetzt. Verrat von seinen engsten Anhängern begleitet seinen Weg ans Kreuz. Schuldlos erträgt er, dass andere  schuldig an ihm werden. Kann man Hass und Gewalt glaubwürdiger als mit Liebe brechen? Umgeben von Händen, die ihm Gewalt antun, bittet er Gott: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“. Jesus, Gottes Sohn, hat sich den Menschen in die Hände gegeben. Das ist eine ungeheuerliche Wendung in der Geschichte zwischen Gott und Menschen. Vielleicht haben wir uns zu sehr an sie gewöhnt, um das Anstößige daran zu erkennen. „Das ist mein Leib, der für euch hingeben wird“, sagt Jesus seinen Jüngern beim letzten Abendmahl in der Nacht vor seinem Tod. In Erinnerung daran feiern wir am Gründonnerstag und in der Osterzeit das Abendmahl oder die Kommunion. Wieder wird uns Christus in der Gestalt von Brot und Wein in die Hand gegeben und mit ihm die Vergebung unserer Sünden und die Freude, dass Gott uns ganz nahe ist. Sich Menschen in die Hände zu geben kann gefährlich und leichtsinnig sein. Für Jesus endete es tödlich. Aber seine Hingabe wurde für uns zum Leben. Seine Auferstehung und unsere Erlösung feiern wir mit großer Freude an Ostern.

„Steht auf für Gerechtigkeit“ Weltgebetstag 2012 Malaysia

Weltgebetstag 2012

„Steht auf für Gerechtigkeit“  - diesen Titel haben die Frauen aus dem südostasiatischen Land Malaysia ihrer Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag 2012 gegeben.
Am Freitag, dem 2. März 2012 werden Frauen, Männer und Kinder in über 170 Ländern und Regionen weltweit in ökumenischen Gottesdiensten den Weltgebetstag feiern.
Das Weltgebetstagsland Malaysia ist ein Land der  Vielfalt. Reich an Naturschönheiten und Rohstoffen. Es ist ein politisch stabiles und wirtschaftlich aufstrebendes Schwellenland. Die Menschen die in Malaysia leben haben die verschiedensten kulturellen, religiösen, ethnischen, sprachlichen und sozialen Wurzeln. Sie erleben Verschiedenheit als Bereicherung und möchten diesen kulturübergreifenden Reichtum, zum Vorteil für ihr Land bewahren.

Daher fordern die Frauen aus Malaysia uns auf:
„Steht auf für Gerechtigkeit“ - Gerechtigkeit für ALLE.

Herzliche Einladung!

Wo wir dich loben wachsen neue Lieder

Abend zur Einführung des Liederhefts

Abend zur Einführung des Liederhefts

Gospelklang im Familiengottesdienst

Einladung zum Workshop

(HG)Das musikalische Kirchenjahr 2012 begann am vergangenen Sonntag 08.01. in der Friedenskirche mit einem musikalischen Gottesdienst erfüllt von englischen und deutschen Gospelklängen. Dazu hat eine hoch motivierte Schar, d.h. 31 Sängerinnen und Sänger beigetragen die aus Kirchen- Swing- und Non-Chören zusammengekommen waren, und die diese Werke in einem workshop am Freitag und Samstag erarbeitet haben, unter der alle begeisternden Leitung von Christian König, dem Leiter des Kirchenchors. Zur Aufführung im Gottesdienst kamen 12 mehrstimmige Werke, auch mit Solostimme, die in modernem Rhythmus vom christlichen Glauben erzählen, und deren Ursprung z.T. in die Sklavenzeit zurückreicht. Im Gottesdienst erklangen dann diese Rythmen in der voll besetzten Friedenskirche und erfreuten wie hernach zu hören war, die kleinen und großen Zuhörer, die auch zum Mitsingen eingeladen waren. In ihrer Betrachtung zur Jahreslosung “Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“, sprach Pfarrerin Kornelia Stysch von der Zuversicht dieser Worte für uns selbst, aber auch von unserer Verantwortung und dem Einsatz für die Schwachen unter uns.. Mit reichlich Beifall für Sänger, Chorleiter Christian König und Peter Gölz, der schon während des  workshops mit dem Cajon (Kistentrommel) rhythmisch begleitete und damit eine wichtige Stütze war, endete dieser musikalische Gottesdienst, dem im Laufe des Jahres weitere folgen werden.