Liturgischer Abendspaziergang am 4. Mai 2012 - ein Leuchtfeuer unter den Gottesdiensten

 
Die Landessynode der evangelischen Landeskirche Württemberg hat das Jahr 2012 zum Jahr des Gottesdienstes erklärt, mit dem Ziel Freude und Wertschätzung für den Gottesdienst zu fördern, Menschen neu zum Gottesdienst einzuladen und die unterschiedlichen Gottesdienstformen ins Bewusstsein zubringen. Um dieses Ziel zu erreichen wurden je ein Gottesdienst aus den verschieden Rubriken zu Leuchtfeuergottesdiensten erklärt, zu denen,  über das Jahr ganze verteilt landeskirchenweit eingeladen wird. Zu einem solchen Leuchtfeuergottesdienst luden die beiden  Bezirksarbeitskreise Frauen (BAF) der zwei Kirchenbezirke Nürtingen und Kirchheim gemeinsam unter dem Motto „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ zum Liturgischen Abendspaziergang.
 
Reudern  Am Freitagabend um 19 Uhr versammelten sich ca.200 Frauen bei herrlichem Wetter auf dem Vorplatz der Friedenskirche in Reudern, von wo aus Sie gemeinsam zu einem Liturgischen Abendspaziergang starteten.
Doch zuerst begrüßte Karin Löw, die Vorsitzende des BAFs Nürtingen, die Teilnehmerinnen und gab einen kurzen Überblick über das, was Sie die nächsten 2 Stunden erwarten würden. Sie lud ein nach kurzen Wegstrecken innezuhalten, sich mit  inhaltlichen Impulsen beschenken zu lassen, zu singen, zu beten, zu tanzen, zu schauen, zu reden, zu schweigen und miteinander ein Agapemahl zu feiern.
Pfarrer Christoph Schweikle, Beauftragter für das Jahr des Gottesdienstes der evangelischen Landeskirche Württemberg, entzündete eine Leuchtfeuergottesdienstkerze. Dabei führte er aus, dass es sich beim Liturgischen Abendspaziergang um ein dreifaches Leuchtfeuer handle, nämlich in Bezug auf  die Zielgruppe – die Frauen, den Ort – im Freien und die Form – im Gehen.
Dann pilgerten die Frauen zur alten Kelter, wo Pfarrerin Dangelmaier-Vincon einen Impuls zum „Du“ in „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ vortrug, in dem Sie hervor hob, dass wir zu Gott „Du“ sagen dürfen, vertrauensvoll wie zu einem Vater oder Mutter. Zum Abschluss dieser Station wurde gemeinsam ein Lied mit Begleitung der Jesinger Jungbläser gesungen.
Der weitere Weg führte durch grüne Wiesen, vorbei an blühenden Bäumen und einer Schafherde. Er mündete schließlich in einer Stelle, die den Blick auf den Albtrauf und den Hohen Neuffen freigab. Hier war der richtige Ort, um „die Weite“ im vorgegeben Motto durch eine Text, den Waltraud Kurz selbst verfasst hatte, näher zu beschreiben. Die nächste Station befand sich nur wenige Meter entfernt auf einer Wiese, wo ein hoch aufgetürmter Brennholzstapel stand. Dort gab es einen Impuls zum Thema „Weite macht Angst“ und die Frauen wurden aufgefordert gedanklich ihre Ängste beim Holzstapel abzulegen. Als nächstes
führte der Weg zu einem Feldahorn, um den die Teilnehmerinnen zum Lied „Wir haben Gottes  Spuren festgestellt“ tanzten, was großen Anklang fand. Kurz darauf erreichten die Pilgerinnen eine Holzbank, auf der  Brot und Wasser angerichtet waren und feierten ein Agapemahl mit selbst verfassten Worten von Frau Winkler-Obermann. Die Strecke zur letzten Station auf offenem Feld gingen die Frauen schweigend. Auf einem Betonweg lasen Frau Weiler und Frau Schneider eine afrikanische Geschichte von zwei Brüdern vor, die auf unterschiedliche Weise versucht hatten, Spuren auf Ihrem Weg zu hinterlassen. Die Frauen wurde aufgefordert gegenseitig die Umrisse ihrer Füße mit Kreide auf den Betonweg zu zeichnen, um sichtbare Spuren zu hinterlassen. Der Liturgische Abendspaziergang endete mit einem Abschluss in der Friedenskirche und einem anschließenden gemütlichen Beisammensein im Gemeindezentrum.
Irene Waldmann

















Gedanken zu Karfreitag

 
Den Menschen in die Hände gegeben …
An welchem Tag denken Christen besonders an das Leiden und den Tod von Jesus?  Frage ich die Viertklässler im Schulunterricht. Einige Hände gehen hoch. Manche wissen, es ist der Karfreitag, der lange Zeit in der evangelischen Kirche als höchster Feiertag galt. Im Religionsunterricht gehen wir die Stationen nach, die Jesus zwischen Palmsonntag und Ostern erlebte und durchlitt. Jesus ist von seinem Weg ans Kreuz nicht überrascht worden. Seine Reise nach Jerusalem, ins Zentrum der Macht und in die Nähe seiner Feinde, war riskant. Sich in die Hände von Menschen zu geben kann gefährlich und leichtsinnig sein. Für Jesus endete es tödlich. Jesus ringt mit sich und Gott in der Nacht seiner Gefangennahme im Garten Gethsemane, bis er Klarheit gewinnt. Widerstandslos lässt er sich von einer Abordnung römischer Soldaten festnehmen. Sie fesseln ihn, obwohl er sich nicht wehrt. Sie schlagen ihn, obwohl er keinen Widerstand leistet. Von außen gesehen erscheint er schwach und hilflos. Eine leichte Beute. Wo ist Gott? Warum lässt er das geschehen? Warum lässt er es „so“ geschehen? Jesus lässt sich nicht willenlos in die Enge treiben. „Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat?“ weist er Petrus zurecht, der mit dem Schwert dreinschlagen und Jesus verteidigen will. Jesus hat sich schon entschieden. Der Kampf liegt hinter ihm. Die Todesangst, die den Einsamen im Garten Gethsemane überfallen hat, ist gewichen. Gefasst tritt er Judas entgegen, der ihn mit einem Kuss verrät. Sich die Hände binden zu lassen, macht unfrei. Doch Jesus gibt sich nicht auf, sondern in Gottes Hand. Mit gebundenen Händen begibt er sich frei und aufrecht ins Ungewisse. Er rechnet mit den kleinen Schritten, die Gott ihm zeigen wird, mit der kleinen Kraft, die Gott ihm geben wird, gerade jetzt. Verrat von seinen engsten Anhängern begleitet seinen Weg ans Kreuz. Schuldlos erträgt er, dass andere  schuldig an ihm werden. Kann man Hass und Gewalt glaubwürdiger als mit Liebe brechen? Umgeben von Händen, die ihm Gewalt antun, bittet er Gott: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“. Jesus, Gottes Sohn, hat sich den Menschen in die Hände gegeben. Das ist eine ungeheuerliche Wendung in der Geschichte zwischen Gott und Menschen. Vielleicht haben wir uns zu sehr an sie gewöhnt, um das Anstößige daran zu erkennen. „Das ist mein Leib, der für euch hingeben wird“, sagt Jesus seinen Jüngern beim letzten Abendmahl in der Nacht vor seinem Tod. In Erinnerung daran feiern wir am Gründonnerstag und in der Osterzeit das Abendmahl oder die Kommunion. Wieder wird uns Christus in der Gestalt von Brot und Wein in die Hand gegeben und mit ihm die Vergebung unserer Sünden und die Freude, dass Gott uns ganz nahe ist. Sich Menschen in die Hände zu geben kann gefährlich und leichtsinnig sein. Für Jesus endete es tödlich. Aber seine Hingabe wurde für uns zum Leben. Seine Auferstehung und unsere Erlösung feiern wir mit großer Freude an Ostern.




„Steht auf für Gerechtigkeit“ Weltgebetstag 2012 Malaysia

Weltgebetstag 2012

Weltgebetstag 2012

„Steht auf für Gerechtigkeit“  - diesen Titel haben die Frauen aus dem südostasiatischen Land Malaysia ihrer Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag 2012 gegeben.
Am Freitag, dem 2. März 2012 werden Frauen, Männer und Kinder in über 170 Ländern und Regionen weltweit in ökumenischen Gottesdiensten den Weltgebetstag feiern.
Das Weltgebetstagsland Malaysia ist ein Land der  Vielfalt. Reich an Naturschönheiten und Rohstoffen. Es ist ein politisch stabiles und wirtschaftlich aufstrebendes Schwellenland. Die Menschen die in Malaysia leben haben die verschiedensten kulturellen, religiösen, ethnischen, sprachlichen und sozialen Wurzeln. Sie erleben Verschiedenheit als Bereicherung und möchten diesen kulturübergreifenden Reichtum, zum Vorteil für ihr Land bewahren.
Daher fordern die Frauen aus Malaysia uns auf:
„Steht auf für Gerechtigkeit“ - Gerechtigkeit für ALLE.


Herzliche Einladung!





Wo wir dich loben wachsen neue Lieder


Gospelklang im Familiengottesdienst

(HG)Das musikalische Kirchenjahr 2012 begann am vergangenen Sonntag 08.01. in der Friedenskirche mit einem musikalischen Gottesdienst erfüllt von englischen und deutschen Gospelklängen. Dazu hat eine hoch motivierte Schar, d.h. 31 Sängerinnen und Sänger beigetragen die aus Kirchen- Swing- und Non-Chören zusammengekommen waren, und die diese Werke in einem workshop am Freitag und Samstag erarbeitet haben, unter der alle begeisternden Leitung von Christian König, dem Leiter des Kirchenchors. Zur Aufführung im Gottesdienst kamen 12 mehrstimmige Werke, auch mit Solostimme, die in modernem Rhythmus vom christlichen Glauben erzählen, und deren Ursprung z.T. in die Sklavenzeit zurückreicht. Im Gottesdienst erklangen dann diese Rythmen in der voll besetzten Friedenskirche und erfreuten wie hernach zu hören war, die kleinen und großen Zuhörer, die auch zum Mitsingen eingeladen waren. In ihrer Betrachtung zur Jahreslosung “Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“, sprach Pfarrerin Kornelia Stysch von der Zuversicht dieser Worte für uns selbst, aber auch von unserer Verantwortung und dem Einsatz für die Schwachen unter uns.. Mit reichlich Beifall für Sänger, Chorleiter Christian König und Peter Gölz, der schon während des  workshops mit dem Cajon (Kistentrommel) rhythmisch begleitete und damit eine wichtige Stütze war, endete dieser musikalische Gottesdienst, dem im Laufe des Jahres weitere folgen werden.


Bilder vom Gospel-Gottesdienst
Bilder vom Gospel-Gottesdienst
Bilder vom Gospel-Gottesdienst
Bilder vom Gospel-Gottesdienst
Bilder vom Gospel-Gottesdienst
Bilder vom Gospel-Gottesdienst
Bilder vom Gospel-Gottesdienst
Bilder vom Gospel-Gottesdienst
Bilder vom Gospel-Gottesdienst
Bilder vom Gospel-Gottesdienst
Bilder vom Gospel-Gottesdienst
Bilder vom Gospel-Gottesdienst

Bilder vom Gospel-Gottesdienst