02.06.15

Nürtingen auf dem Kirchentag

Teams aus dem evangelischen Kirchenbezirk sorgen morgen für das leibliche Wohl der Besucher

In der ganzen Region wird zurzeit großflächig Werbung für den „Abend der Begegnung“ zur Eröffnung des Evangelischen Kirchentags in Stuttgart gemacht. Auch Christen aus dem Dekanat Nürtingen wollen morgen dabei helfen, ihn zum Erfolg zu machen. jg

Autor: Jürgen Gerrmann – Nürtinger Zeitung

250 000 Besucher werden morgen, Mittwoch, zur Eröffnung des Evangelischen Kirchentags in der Stuttgarter Innenstadt erwartet. Die wollen beim „Abend der Begegnung“ natürlich auch etwas zu essen und zu trinken. Dafür sorgt unter anderem ein Team des evangelischen Kirchenbezirks Nürtingen.
 
Die verschiedenen Akteure sind dabei in die „Esslinger Meile“ an der Ecke Theodor-Heuss-Straße/Kleiner Schlossplatz eingebunden.
20 Leute haben sich zum Beispiel bei der evangelischen Kirchengemeinde Neuffen zu dieser Aktion zusammengefunden. Die Truppe um Dietmar Wagner bietet das schwäbische Nationalgericht in zweierlei Versionen: Die Maultaschen werden entweder am Spieß über dem Grill gebraten oder in der traditionellen Brühe serviert – selbstverständlich auch in der vegetarischen Variante. 1000 Portionen hält man dafür bereit.
„Wir haben uns vor einem guten halben Jahr gemeldet und dann halt vor uns hingeschafft“, erzählt Wagner, den viele (namentlich jüngere Leute) auch als Organisator des Open-Air-Festivals „Open Skys“ kennen dürften.

Von Grießbrei bis zu Maultaschen
Für ein zweites Team waren Dekan Michael Waldmann und Markus Geiger, der Geschäftsführer des Evangelischen Bildungswerks Nürtingen, federführend. Ihnen stehen Mitstreiter aus dem gesamten Dekanat zur Seite.
Der Bezirksarbeitskreis Frauen kredenzt zum Beispiel eine Kirchentagswurst (übrigens eine echte – und keine vegane), das Jugendwerk ist mit Grießbrei, Crêpes und Bauernhof-Eis vor Ort. Und die Kirchentags-Gäste können sich in der „Nürtinger Ecke“ auch noch an Schinkenhörnchen und Salzkuchen gütlich tun.
Das Jugendwerk bietet zusätzlich noch eine „Wohlfühl-Oase“ an, in der man sich in Sesseln auch einfach mal vom Trubel ringsum entspannen kann.
Etwa 40 Helferinnen und Helfer werden da im Einsatz sein. Und sie haben alle Hände voll zu tun. „Wir treffen uns am Mittwoch um 10.30 Uhr an der Versöhnungskirche“, erzählt Markus Geiger. Dann wollen erst einmal ein 18- und ein Neun-Tonner sowie drei Caddys mit diversen Utensilien beladen sein. Dann geht es zum Ort des Geschehens in der Landeshauptstadt. Auch da muss es zack, zack gehen, denn schon um 16 Uhr müssen die Lkws wieder weg sein, da die Theodor-Heuss-Straße ab diesem Zeitpunkt gesperrt wird.
An drei Orten in der Innenstadt wird um 18.15 Uhr dann der Eröffnungs-Gottesdienst gefeiert. Eine Stunde später startet dann das große Straßenfest, das mit dem „Klang des Südens“ (dem Großeinsatz der legendären schwäbischen Posaunenchöre) und dem Abendsegen, währenddessen Zehntausende Menschen Kerzen in der Hand halten, ausklingt. Allerdings nicht für die Helfer. Markus Geiger: „Bis 1 Uhr müssen wir wieder abgebaut haben, sodass wir gegen 2 Uhr wieder daheim in Nürtingen sind.“ Vermutlich total erledigt. Aber voller Eindrücke.