Taufe

Endlich ist es da – nach Monaten des Wartens und der Vorfreude. Ein kleines Menschenkind, an dem schon alles dran ist: Nase, Zehen und winzige Fingernägel. Soll es getauft werden? Hier einige Gründe.

Viele wünschen sich einen Schutz für das Neugeborene, den sie selbst nicht gewährleisten können. Viele wünschen sich auch, ihren Glauben, der sie selbst im Leben trägt, ihrem Kind weiterzugeben.

Im Fest der Taufe kommen viele Gefühle und Hoffnungen zur Sprache: Gebete und Lieder greifen den Dank der Familie für ihr neues Mitglied auf und richten sie an Gott. Fürbitten bringen Gesundheit, Aufwachsen und Wohlergehen des Kindes vor Gott. Im Segen erhält die Familie eine Stärkung für ihren gemeinsamen Weg. Mit den Paten werden den Eltern Menschen an die Seite gestellt, die sie in der Sorge um das Kind unterstützen.

Weit über unser Verstehen hinaus reicht das, was in der Taufe geschieht: Hier bindet sich Gott an das Leben des Kindes, bejaht es und sagt ihm ganz persönlich zu: „Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.“ Später, als Erwachsener kann der getaufte Christ selbst auf dieses Ja Gottes antworten.

10 Gründe für die Taufe eines Kindes:

  1. Wir möchten Danke sagen!
  2. Wir müssen nicht alles alleine stemmen.
  3. Wir wünschen uns den Segen.
  4. Am Anfang steht die Liebe Gottes, die dem Kind bedingungslos gilt. 
  5. Gottes Versprechen bei der Taufe ermutigt durchs Leben zu gehen.
  6. Unser Kind, weiß, wo es hingehört.
  7. Unser Kind hat Partner fürs Leben.
  8. Unser Kind hat eine Grundlage, um sich später selbst für den Glauben zu entscheiden.
  9. Unser Kind bekommt einen Kompass fürs Leben mit.
  10. Wir haben einen Anlass, die ganze Familie zusammenzurufen.

Tauftermine

Taufe

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Liebe Taufeltern,

Sie möchten Ihr Kind taufen lassen? Das freut uns sehr! Folgende Tauftermine können wir Ihnen in Reudern anbieten:

Sonntag, 11. November 

Sonntag, 16. Dezember

Bitte wenden Sie sich bei Interesse an unser Pfarramt, Tel. 33129. 
Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Fragen und Antworten zu Taufe und Patenamt

Mein Ehepartner ist nicht in der Kirche oder gehört einer anderen Religion an. Können wir unser Kind taufen lassen?
Sie können Ihr Kind taufen lassen, wenn Sie beide es möchten. Ihr Ehepartner sollte jedoch keine persönlichen Einwände gegen die Taufe - und damit auch gegen die christliche Erziehung - Ihres Kindes erheben.


Kann ich mein Kind auch in einer anderen Konfession taufen lassen?
In der Regel entscheidet die Konfession der Eltern auch über die Taufkonfession des Kindes. Gehören die Eltern unterschiedlichen Konfession an, ist im gegenseitigen Einvernehmen eine Taufe sowohl in die eine als auch in die andere Konfession möglich. Eine "ökumenische Taufe" gibt es nicht, denn die Taufe begründet die Mitgliedschaft in einer bestimmten konfessionellen Kirche.


Darf mein Kind auch ohne Taufe einen evangelischen Kindergarten oder den evangelischen Religionsunterricht in der Schule besuchen?
Ja. In kirchlichen Kindergärten und im Religionsunterricht sind alle Kinder willkommen, unabhängig davon, ob sie der evangelischen Kirche angehören oder einer anderen Glaubensgemeinschaft oder Religion. Sie als Eltern müssen aber in diesem Fall einen Aufnahmeantrag für den ev. Religionsunterricht stellen.


Kann die Taufe in einer anderen Kirche und von einem Pfarrer unserer Wahl erfolgen?
Zuständig ist zunächst der evangelische Pfarrer, zu dessen Seelsorgebezirk Sie gehören, also in der Regel der Pfarrer Ihres Wohnorts. Wenn Sie Ihr Kind in einer anderen Kirche und von einem anderen evangelischen Pfarrer taufen lassen wollen, brauchen Sie einen Erlaubnisschein des eigentlich zuständigen Pfarrers, ein so genanntes "Dimissoriale".


Wir sind noch nicht kirchlich getraut. Können wir das mit der Taufe unseres Kindes verbinden?
Ja, das können Sie, fragen sie Ihre Pfarrerin nach dieser Möglichkeit.

Wir haben uns als Taufeltern für die Taufe unseres Kindes entschieden. Was nun?
Kontaktieren Sie das Pfarramt und vereinbaren Sie einen Termin zum Vorgespräch. Bei diesem Gespräch wird alles Weitere besprochen.


Die Pfarrerin kommt zum Taufgespräch! Wie soll ich mich darauf vorbereiten?
Vor dem Taufgottesdienst möchte die Pfarrerin die Eltern und den Täufling kennenlernen. In der Regel wird dieser Besuch bei Ihnen zuhause stattfinden, Sie können aber auch ins Pfarramt kommen. Im Gespräch wird die Bedeutung der Taufe Thema sein und das, was Sie selbst mit diesem wichtigen Fest verbinden. Außerdem müssen Sie ein Formular zur Anmeldung zur Taufe ausfüllen, hierzu benötigen wir die Geburtsurkunde des Kindes.

Es ist für das Gespräch hilfreich, wenn Sie im Vorfeld schon einen Taufspruch für Ihr Kind auswählen. Auch die Frage nach den Paten (s.u.) wird bei diesem Gespräch geklärt, gerne dürfen die Taufpaten beim Taufgespräch dabei sein.
 

Was ist als Taufspruch erlaubt? Wie finde ich gute Bibelverse?
Als Taufspruch ist prinzipiell jeder Bibelvers erlaubt. In der Regel werden Bibelverse ausgesucht, die die Liebe Gottes oder seinen Segen und Schutz ausdrücken oder Verse, die eine Art Lebensmotto für das Kind sein sollen. Unter taufspruch.de finden Sie eine große Auswahl an möglichen Sprüchen. Bitte beachten Sie, dass es nicht möglich ist, einen nichtbiblischen Spruch auszuwählen.


Brauchen wir Taufpaten? Welche Aufgaben haben diese?
Bei der Taufe von Kindern ist es üblich, für sie Patinnen und Paten einzusetzen. Die Paten tragen Mitverantwortung für die christliche Erziehung der Kinder. Dies versprechen sie auch im Taufgottesdienst.
In der evangelischen Kirche werden in der Regel zwei Paten bestellt, von denen mindestens einer Mitglied der evangelischen Kirche sein muss. Weitere Paten können auch Glieder anderer christlicher Kirchen sein, sofern diese Kirchen nicht die Praxis der Kindertaufe ablehnen. Zur Übernahme des Patenamts wird außerdem die Konfirmation (bzw. bei nicht-evangelischen Paten die Religionsmündigkeit, d.h. das Vollenden des 14. Lebensjahres) vorausgesetzt.


Wer darf Pate werden?
In der evangelischen Kirche darf jedes konfirmierte Kirchenmitglied Pate werden. Paten müssen sich durch eine Patenbescheinigung ausweisen. Sie erhalten den Patenschein bei Ihrem zuständigen Pfarramt.


Darf auch jemand Pate werden, der keiner christlichen Kirche oder einer anderen Religion angehört?
Nein. Da ein Pate mithelfen soll, das Kind im christlichen Glauben zu erziehen, können nur Christen Taufpaten werden.


Kann man eine Patenschaft zurückgeben, löschen oder übertragen?
In der evangelischen Landeskirche in Württemberg können Paten auf ihren eigenen Wunsch hin aus dem Patenamt entlassen werden. Dagegen können die Eltern eines Kindes die Patenschaft des Paten nicht aufkündigen. Eine Patenschaft erlischt, wenn ein Pate die Voraussetzungen für die Patenschaft nicht mehr erfüllt, beispielsweise, wenn er keiner christlichen Kirche mehr angehört oder Mitglied einer Sekte wird. Wenn Paten aus ihrem Patenamt ausscheiden, ist es möglich, an ihrer Stelle nachträglich andere Paten zu benennen.

Was die Taufe bedeutet

Mit der Taufe beginnt das Leben als Christ. Durch die Taufe werden Menschen in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen und gehören zu Gott.  In der Taufe verspricht Gott, dass er dem Täufling gnädig, also für ihn da sein will. Sein Versprechen gilt nicht nur Erwachsenen, die sich bewusst für ihren Glauben entschieden haben, sondern auch Kindern und Säuglingen. Wenn Säuglinge getauft werden wird besonders deutlich, dass Gottes bedingungsloses Ja auch ohne menschliche Vorleistungen gilt.

Getauft wird ‚auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes‘. Indem der ‚Name Gottes‘ über einem Menschen ausgesprochen wird, gehört er in den Einflussbereich des gestorbenen und auferstandenen Jesus Christus. Was Jesus Christus für die Menschen erwirkt hat, gilt auch ihm. Das Leben gewinnt eine neue Qualität, wenn es mit Gottes Geist und Gaben und der Möglichkeit zur Sündenvergebung geführt werden kann. Früher war das besonders deutlich, als die Täuflinge noch ganz im Wasser untergetaucht wurden, was als ‚Sterben des alten Menschen‘ galt und dem Emporheben aus dem Wasser (aus der Taufe heben), was als Auferstehen mit Christus und der Beginn eines neuen Lebens angesehen wurde.

Die Taufe ist mehr als der Anfangspunkt des Glaubens. Sie knüpft eine lebenslange Beziehung zu Gott. Eltern und Paten versprechen deshalb bei der Taufe, dass sie nach ihren Möglichkeiten dem Kind den Glauben nahe bringen und ihm die Gemeinschaft in der Kirche ermöglichen wollen.

Bibelstellen zum Thema: 
Matthäus 28,18-20
Römer 6,1-11
Markus 16,16