Kirchenwahl am 01.12.2019

Unsere amtierenden Kirchengemeinderätinnen und -räte melden sich zu Wort

Sie berichten von ihrer Motivation für das Amt und wollen auch anderen Mut machen, sich zu engagieren. Den Anfang macht Achim Haußmann, die anderen Mitarbeitenden im Kirchengemeinderat folgen im wöchentlichen Abstand.

Andrea Besemer

In den vergangen 18 Jahren standen umfangreiche bauliche Maßnahmen am Gemeindezentrum im Vordergrund, wie beispielsweise die Erweiterung des Gemeindesaales und die Turmsanierung.

Trotzdem fanden wir Zeit, die Räume mit gemeinschaftlichem und geistlichem Leben zu füllen. Ich denke hier besonders an das Lutherjahr, wo wir gemeinsam verschiede Formen des Abendmahls feiern durften. Die christliche Kirche und Gemeinde bedeutet für mich Begegnung, Orientierung, Trost, Hoffnung und Zuversicht. Dies habe ich in der vergangenen Zeit in unterschiedlichen Zusammenhängen erfahren und weitergeben dürfen.

Wir können in Reudern stolz sein auf diese intakte (ehrlich gesagt tolle) Kirchengemeinde in der sich ein jeder dort einbringt wo er/sie es am besten kann, sei es in der Gemeinde selbst oder in einer ihrer vielen Gliederungen. So passt ein Stein zum anderen und gemeinsam ergeben alle letztlich ein wunderbares Mosaik der Gemeinschaft.

Unsere Gemeinde ist wie ein großes Schiff in dem viele verschiedene Menschen und Aktivitäten ihren Platz haben. Um dies zu ermöglichen möchte ich mich auch in Zukunft im Kirchengemeinderat einbringen.

Achim Haußmann

Reudern ist meine Heimat. Damit die ländliche Dorfgemeinschaft funktioniert, ist ein vielfältiges ehrenamtliches Engagement in der Kommune, in den Vereinen, Organisationen und Kirchen erforderlich.

Dazu möchte ich meinen Teil als Kirchengemeinderat beitragen. Die Pflege von Traditionen, wie zum Beispiel das für die ganze Bevölkerung offene Gemeindefest oder das Konfirmations-Jubiläum gehört für mich selbstverständlich dazu.

Aber auch die Offenheit, sich dem gesellschaftlichen Wandel anzupassen und dafür geeignete Angebote für die Gemeinde und die dazu passenden Gottesdienstformen zu finden.

Wichtig sind mir dabei familiäre Werte, die Ökumene und der offene Umgang mit Allen, damit wir ein friedvolles Miteinander erleben.

Eberhard Ellwanger

Ich kandidiere gerne wieder als Kirchengemeinderat, weil dieses Gremium viel mehr Team als Gemeindevorstand o.ä. ist. So wie die Menschen in der Kirchengemeinde grundverschieden, bunt und vielfältig sein dürfen, sind wir das auch im KGR und das ist gut so. Dass dieses bunte Miteinander immer selbstverständlicher wird, hat sich für mich u.a. bei den letzten Gemeindefesten gezeigt. Alle Gemeinde- und KGR Mitglieder dürfen sich so einbringen, wie sie sind und mit dem Zeitaufwand, der auf gesunde Weise zu ermöglichen ist. Und wenn es doch mal anstrengend wird, gelingt das meist mit Humor und mit einem Schluck Sekt oder Bier nach getaner Arbeit.

Mich motiviert zudem unsere Pfarrerin, die überall wo sie kann, Gestaltungsfreiheit lässt und dabei unterstützend, wertschätzend und motivierend auf die Menschen zugeht.

Im Rahmen meiner Möglichkeiten möchte ich mich weiter dafür einsetzen, dass wir uns gegenseitig gelten lassen, Neuem Platz geben, unterschiedlichste Glaubenshaltungen respektieren, die unterstützen, die etwas tun wollen, die ernst nehmen, die sich Sorgen um das Vertraute und Bewährte machen und dies im Vertrauen darauf, dass alles, was getan wird, zum guten Ganzen beiträgt.

Susanne Preuß

Auch nach 12 Jahren, also 2 Amtsperioden bin ich immer noch nicht müde, mich für unsere Kirchengemeinde zu engagieren. Mich motiviert unser aktuelles Gremium und auch die neu gewonnenen Kandidatinnen und Kandidaten. Der Vertrauensvorschuss, den wir uns gegenseitig geben, ist immens und es besteht immer die Möglichkeit, kreativ zu sein, zu gestalten, zu entscheiden und Dinge voranzutreiben.

Ich finde, wir haben in den vergangenen Jahren viel auf die Beine gestellt, sei es unser neues Erscheinungsbild mit modernisiertem Logo, die unzähligen großen und kleineren Sanierungsmaßnahmen, um noch lange Freude an unserem Gebäude zu haben. Und mich motiviert die unglaubliche Wertschätzung, die wir uns im Gremium entgegenbringen und die uns auch von Ihnen, liebe Gemeindeglieder immer wieder ausgesprochen wird. Das treibt mich und uns an, für uns alle gute Entscheidungen zu treffen, die unser Gemeindeleben funktionierbar macht und schöne Momente der Begegnung erwachsen lässt. Ich freue mich, wenn Sie mir bei der Wahl am 1.12. noch einmal das Vertrauen aussprechen.

Jörg Schietinger

Die christlichen Werte bilden meiner Überzeugung nach die Basis für ein friedliches und gerechtes Zusammenleben. Diese Werte zu vermitteln, zu pflegen und zu verteidigen sehe ich als gesellschaftliche Aufgabe der Kirche an, sowohl im Großen, als auch im Kleine hier vor Ort durch unsere Ortsgemeinde. Dazu möchte ich gerne einen Teil beitragen. Ein besonderes Anliegen ist es mir dabei, die christliche Botschaft den kleinsten und jüngsten Gemeindegliedern weiter zu geben. Mein Wunsch ist es, dass unsere Kirche Heimat und Begegnung für alle Generationen ist, jedoch besonders auch für unsere Kinder und Heranwachsenden.

Was ich in den vergangenen sechs Jahren als Kirchengemeinderat allerdings auch feststellen musste, ist, dass ich mich nicht für alle Aufgaben im KGR gleichermaßen begeistern konnte. Darum habe ich mich entschlossen, mich für keine weitere Wahlperiode zu bewerben. Umso mehr freut es mich, dass sich bereits jetzt sehr kompetente und begeisterte Kandidaten gefunden haben, die sich am 1.12. zur Wahl stellen werden. Die Gemeinde bitte ich um eine rege Wahlbeteiligung, um so dem neuen KGR eine breite Unterstützung zu geben.

Helmut Gümbel

Vor 12 Jahren heuerte ich auf dem Schiff das sich Gemeinde nennt als Matrose an (zur Erinnerung: Motto des Gemeindefestes 2013). Gemeinsam mit der Kapitänin, den Matrosinnen und Matrosen versuchten wir dieses Schiff zum Wohle möglichst aller in unserer Kirchengemeinde , manchmal auch auf neuen Wegen, vom Evangelium geleitet, auf gutem Kurs zu halten.

Heute im Rückblick auf unseren gemeinsamen Weg, der von gegenseitiger Wertschätzung, dem Engagement aller mit viel Ausdauer und kreativem Wirken, jede und jeder auf ihre Art,

geprägt war und ist, war für mich eine durch und durch bereichernde Zeit, auf die ich voll Dankbarkeit zurückblicke, auch weil wir aus vielen Teilen der Gemeinde Anerkennung für unser Bemühen erfahren haben.

Nun mache ich gerne den Neuen, die an Bord gehen wollen, frohen Herzens Platz, weil ich überzeugt bin, dass das neu gebildete Gremium unser Schiff weiter auf gutem Kurs halten wird. Eine hohe Wahlbeteiligung wird die Neugewählten unterstützen. Darum bitte ich die Wahlberechtigten sehr herzlich.

Kandidatinnen und Kandidaten beantworten Ihre Fragen!

An welcher Stelle möchten Sie sich besonders einbringen?

Achim Haußmann. Das ist eine gute Frage. Mir liegt das Gemeindefest ganz besonders am Herzen. Das Gemeindefest ist eine generationen- und auch konfessionsüberschreitende Veranstaltung für alle. Mit tollen Angeboten für Jung und Alt, für Familien und Senioren, bei der das harmonische „Miteinander“ im immer Vordergrund steht. Die Vorbereitungen dazu sind vielschichtig. Es müssen viele Fäden zu einem guten und tragfähigen Netzwerk verknüpft werden, damit das Fest rundum gelingt. Ich sehe es als meine Aufgabe, diese freie Fäden zu finden und diese dann zusammenzuführen, damit ein entspanntes Gemeinschaftserlebnis für alle entsteht. Unabhängig davon möchte ich auch die Tradition des Konfirmations-Jubiläums fortsetzen. Die dabei erlebten Begegnungen in den vergangenen Jahren waren für mich immer eine Bereicherung und Motivation. Wir erleben zurzeit einen gesellschaftlichen Wandel. Darauf müssen wir uns auch als Kirchengemeinde einstellen und mit geeigneten Angeboten, sei es im Gottesdienst, beim Abendmahl oder bei den verschiedenen Möglichkeiten für Gruppen und Kreise zu agieren, damit unsere Gemeindemitglieder auch in Zukunft gut verstanden werden und sich in Reudern wohl fühlen. Ganz wichtig ist aber auch die Bereitschaft, die vielen kleinen Aufgaben rund um das Gemeindezentrum Friedenskirche und um die Gottesdienste zu erkennen und diese dann im Sinne unserer Kirchengemeinde zu lösen.

Wenn die Menschen nicht in die Kirche kommen, muss die Kirche zu den Menschen gehen(...)Wie kann das aussehen?

Eberhard Ellwanger. Ich greife diese Frage auf, da ich vor knapp 6 Jahren mit diesem Vorhaben als KGR gestartet bin. Damals dachte ich, man müsse nur eine Idee äußern, schon würde der/die Pfarrer/in oder ein KGR diese in die Tat umsetzen. „Verblüfft“ musste ich feststellen, dass sowohl meine, als auch die Zeit einer Pfarrerin begrenzt und nicht alles leistbar ist, was an Ideen vorhanden wäre. Trotzdem ist in 6 Jahren z.B. neu oder weiter gewachsen: Mittagstisch, Spielenachmittag, ehrenamtliche Seelsorgerin, tolle Jugendarbeit und ergänzend zum bewährten Besuchsdienst Menschen, die neu nach Reudern gezogene junge Familien besuchen. Dies gelang, weil bei Menschen, welche direkt angesprochen wurden, Interesse zur Mitarbeit bei Angeboten der Kirchengemeinde geweckt wurde, die meist in den Räumen der Friedenskirche stattfinden.

Vielleicht gibt es neue Ideen außerhalb der Friedenskirche, die bisher nicht geäußert wurden? Einmal im Monat einen Stammtisch, ein Whiskytasting, oder eine Wanderung mit einem Lebens- oder Glaubens- Thema? Eine Eltern/Kinder Werkstatt….?

Ideen schlummern oft irgendwo, teils auch als Erwartung, sind aber noch unausgesprochen. Manchmal braucht es 10 Anläufe für einen Treffer, oder einfach den richtigen Moment und die Leute, die gerne etwas zusammen machen wollen. Wenn Menschen aufeinander zugehen, einander anstecken, sich auch gegenseitig abholen zu bestehenden Angeboten, entsteht Neues und lebt Bewährtes weiter. Vielleicht hilft eine Ideenbörse, oder die bestehende Ehrenamtsbörse weiter und kann beworben werden?

Welche Themen oder Aufgaben liegen ihnen in der Funktion als neuer KGR besonders am Herzen?

Susanne Preuß. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass wir als Gremium und die Gemeinde noch näher zusammenrücken. Ich bin davon überzeugt, dass es sehr viele Ideen in Ihren Köpfen gibt, wie verbessert, auf- und ausgebaut werden kann. Sei es in der Jugendarbeit, in der Gemeindeentwicklung, für Gottesdienstgestaltung oder die Seniorenarbeit. Ich möchte Sie einladen, offen Ihre Ideen, Anliegen, Wünsche oder für Kritik zu äußern. Mir ist es ist wichtig, dass jede*r einzelne gehört und ernst genommen wird. Meine Rolle als Kirchengemeinderätin sehe ich daher als sog. "Servant Leader", also eine dienende Funktion für die Gemeinde: Was kann ich für Sie tun? Ich möchte Möglichmacherin und Hindernis-aus-dem-Weg-Räumerin für Sie sein, damit etwas Gutes entstehen kann. Lassen Sie uns gemeinsam unsere Gemeinde bauen. Jede*r einzelne von Ihnen zusammen mit uns als Gremium.

Was bedeutet Ihnen die Gemeinschaft aller christlichen Konfessionen in Reudern, bzw. das ökumenische Miteinander?

Achim Haußmann. Wir glauben alle an den einen Gott. Ich bin der Meinung, dass ein Pluralismus nicht schadet und ein wertschätzendes „Miteinander“ unserer Gemeinde, aber auch jedem einzelnen in unserer Gemeinde gut tut. Manchmal ist es gut, bei verschiedenen Themen, sei es im Glauben aber auch bei ganz profanen Dingen, den Blickwinkel zu verändern um dann ein besseres Gesamtbild zu bekommen. Der Austausch bzw. die Zusammenarbeit mit den anderen christlichen Konfessionen ist wichtig und führt aus meiner Sicht zu einem besseren Verständnis untereinander. Offenheit und wenn man zufrieden mit sich selbst ist, ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Lebensqualität in unserer dörflichen Gemeinschaft.

Es wird oft gesagt, die Jugend sei die Zukunft der Kirche. Für wie wichtig halten sie die Kinder- und Jugendarbeit in unserer Kirchengemeinde?

Susanne Kübler. Kinder- und Jugendarbeit ist wichtig in der Kirche. Wenn man Kinder auf eine für sie passende Weise, wie z.B. durch Spiel und Spaß in einer Jungschar, an die Kirche annähern kann, birgt das große Chancen.  Christliche oder soziale Inhalte können in einer Gruppe gelebt werden. 

Eine Aufgabe ist, Kinder über die Teenager-Zeit hinaus  für Kirche zu begeistern. Ich denke, Jugendliche sind diejenigen, die sich dann wieder selbst in der Jugendarbeit einbringen. Man könnte sagen, eine gut funktionierende Jugendarbeit baut sich aus sich selbst heraus auf, wenn sie die nötige Unterstützung bekommt.

Patentrezepte für ein Gelingen gibt es nicht, aber es sollte nichts unversucht bleiben und neue Ideen, auch von Kinder und Jugendlichen selbst, sind gefragt.

Junge Menschen die durch  Kinderkirche, Jungschar oder Jugendkreis kirchlich sozialisiert sind, denke ich, werden als junge Erwachsene auch eher Zugang zur Kirche finden, bestenfalls und das wäre wünschenswert, sogar weiterhin sich für die Gemeinde engagieren. 

Wie könnte eine weitere, nähere Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Oberboihingen aussehen (vgl. Pfarrplan 2024) und wie könnte dies konkret umgesetzt werden?

Andrea Besemer. Wir arbeiten schon seit einigen Jahren auf die Umsetzung des Pfarrplans 2024 und die darin vorgesehene, engere Verzahnung unserer beiden Gemeinden hin. Die bisherige Zusammenarbeit mit Oberboihingen gestaltet sich sehr gut. Wir befinden uns dabei auf einem guten und fruchtbaren Weg.

Beispielhaft seien die gemeinsamen, wechselnden Gottesdienste zum Altjahresabend, Neujahr, in der Karwoche und am Buß- und Bettag sowie in den Sommerferien genannt.

Die gute Zusammenarbeit und gelebte Akzeptanz reicht bereits so weit, dass unsere beiden Geistlichen, Pfarrerin Stysch und Pfarrer Gaiser auch die „besonderen“ Amtshandlungen wie Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen wie selbstverständlich in der jeweils anderen Gemeinde übernehmen.

Auch im Bereich der Jugendarbeit ist ein gemeinsamer Geist spürbar. So unterstützte uns das Jugendwerk Oberboihingen bei der Bildung des Jugendkreises, der nun von Lukas Kübler und dem Matthias Kunz als Jugendreferent geleitet wird.

 

Da Herr Gaiser seine Wirkungsstätte in Oberboihingen zum 01.02.2020 verlässt, wünschen wir uns einen Nachfolger / eine Nachfolgerin, mit dem/der wir die gute Zusammenarbeit weiter stärken und vertiefen können. So planen wir wieder eine gemeinsame Sitzung der zwei Kirchengemeinderäte und möchten dies auch verstetigen.

Ferner könnten wir uns auch eine verstärkte Wahrnehmung der jeweils anderen Gemeinde im normalen Gemeindealltag vorstellen, etwa durch gegenseitiges Bewerben von Veranstaltungen in den kirchlichen Nachrichten.

Eine andere wünschenswerte Idee wäre ein gemeinsamer, zusätzlicher Gottesdienst im Grünen zwischen Reudern und Oberboihingen.

Was ist für Sie der Grund, dass die mittlere Generation der 20-50jährigen im Gemeindeleben kaum in Erscheinung tritt? Was könnte helfen?

Achim Haußmann. Aus meiner Sicht kommen hier mehrere Faktoren zusammen: Am Anfang, so mit 20 Jahren ist sicher der Einstieg in das Berufsleben ein Grund, dass der Glaube und das Gemeindeleben nicht die höchste Priorität hat. Später verschieben sich die Prioritäten in Richtung berufliche Karriere und die Sorge, wird mein Einkommen ausreichen um eine eigene Familie zu gründen. In der heutigen Zeit wird von den Arbeitnehmern eine sehr hohe Flexibilität (sei es der Einsatzort oder auch die Arbeitszeiten) verlangt, die ein geregeltes, ausgeglichenes Privatleben kaum zulassen. Mit Kindern und mit allen Facetten der Kinderbetreuung wird das Ganze nochmals komplexer. Mit 50 Jahren sind dann die Kinder soweit aus dem Gröbsten raus. Meistens hat man in dem Alter auch beruflich einen gewissen Status erreicht, mit dem man selbst zufrieden ist. Ich denke, dass unter diesen entspannteren Voraussetzungen der Glaube und das Gemeindeleben wieder an Bedeutung gewinnen kann.

Was könnten wir tun, um diese Generation präsenter in unserer Gemeinde zu haben?

Eine Ausweitung der Angebote für Familien mit Kinder (z. Bsp. gemeinsam grillen / kochen / backen, spielen, singen) in entspannter Runde sehe ich als Möglichkeit. Es wäre ein Versuch wert.

Gibt es aus ihrer Sicht bisher nicht auf gegriffene Themen und Aufgaben, die für sie wichtig sind und mit denen sie sich als neuer KGR einbringen wollen?

Thomas Kromer. „Für mich ist das Thema Sucht von sehr hoher Bedeutung. Sucht hat viel mit Schamgefühl zu tun und ist deshalb auch heute immer noch ein Tabu-Thema. Trotz Aufklärung und Prävention in unterschiedlichsten Bereichen und Altersklassen wird unwissentlich falsch gehandelt. Angehörige, das können Familienmitglieder, Freunde oder Kollegen sein, wollen nur das Beste für die betroffene Person. Indem sie diese beschützen, verlängert sich aber nur die Leidenszeit.

Ich möchte Verständnis erzeugen, damit Heilung geschehen kann. Mein Wunsch ist ein offener Umgang mit dem Thema. Letztendlich ist Sucht eine Familienkrankheit und alle Beziehungen leiden darunter. Meine Berufung ist die Präventionsarbeit, mit der ich mich gerne in der Kirchengemeinde einbringen möchte.“

Welches der aktuellen Angebote unserer Kirchengemeinde liegt Ihnen persönlich besonders am Herzen, für dessen Erhalt und Fortführung Sie sich als Mitglied im KGR besonders einsetzen möchten?

Monika Vix. „Seit einigen Jahren bin ich Mitglied im Kirchenchor. Durch das Engagement in dieser Chorgemeinschaft, die Freude am Singen zur Ehre Gottes und das gesellige Miteinander, habe ich eine noch stärkere Anbindung an das Gemeindeleben gefunden. Die musikalische Gestaltung der Gottesdienste durch Kirchenchor und Posaunenchor, insbesondere an Fest- und Feiertagen, ist eine wichtige und schöne Aufgabe und Bereicherung. Dies gilt es auch künftig zu pflegen und zu erhalten.

Gedanken mache ich mir darüber, welche weiteren Angebote Menschen in den unterschiedlichen Altersgruppen gerne nutzen würden und wie man auf deren Wünsche und Bedürfnisse eingehen kann, damit viele Menschen in der Kirche Heimat finden oder auch wiederfinden.“

Wie schaffen wir es in Zeiten, in denen sich Menschen immer weniger mit dem Glauben auseinandersetzen, einladend zu sein und unsere Kirchengemeinde für die Zukunft zu stärken?

Dorothee Zeile. „Für mich bedeutet „einladende Kirche“, dass wir ein offenes Ohr füreinander haben, dass wir für gesellschaftliche Themen aufgeschlossen sind und uns respektvoll für andere einsetzen. Dazu gehört für mich auch, dass wir suchend und nicht belehrend mit den tiefen Fragen des Lebens und des Glaubens umgehen, dass beim Austausch ein weiter Horizont möglich ist und dass wir fruchtbare Impulse für unsere Weiterentwicklung erhalten.

Ganz vieles davon geschieht: In unseren Gruppen, Gottesdiensten, Aktionen und Festen gibt es Begegnung, Austausch und Stärkung, in Vielfalt, mit Lebensfreude und im verständnisvollen Mittragen von Belastungen.

Ich halte es für die Zukunft für wichtig, dass wir uns weiterhin als einladende und lebensnahe  Kirchengemeinde den Fragen der Zeit stellen und gemeinsam  interessante Angebote entwickeln, die die Lebensthemen von Einzelnen und Familien aufgreifen und die für alle offen sind.“

Wer stellt sich zur Wahl? Lesen Sie hier mehr über unsere Kandidierenden!

Wir sind stolz, dass wir für das Amt des Kirchengemeinderates / der Kirchengemeinderätin acht Kandidierende gewinnen konnten, die sich am 1. Dezember 2019 zur Wahl stellen. Lesen Sie hier, wer sich zur Wahl stellt!

Herzliche Einladung zum Abendgottesdienst und Vorstellung der Kandidierenden!

Herzliche Einladung zum Gottesdienst zur Kirchenwahl!

Broschüre „So wird gewählt“

Informieren Sie sich in dieser Broschüre, wer wählen darf, wer gewählt werden darf und wie die Wahl abläuft.

  • addremove Die Kirchenwahl in Württemberg

    Die Kirchenwahl erklärt (Mit Klick auf das Vorschaubild wird das Video beim Anbieter YouTube abgespielt.)

    Am 1. Dezember 2019 wählen die rund zwei Millionen wahlberechtigten Mitglieder der Evangelischen Landeskirche in Württemberg neue Kirchengemeinderäte sowie eine neue Landessynode.

    Etwa 10.000 Kirchengemeinderätinnen und Kirchengemeinderäte leiten die etwa 1.244 Kirchengemeinden der Landeskirche zusammen mit ihrer Pfarrerin bzw. ihrem Pfarrer. Und die 90 ebenfalls zu wählenden Landessynodalen bestimmen den Kurs der gesamten Kirche auf landeskirchlicher Ebene mit.

    Wichtig, so der Landesbischof July, sei die Unterstützung durch eine breite Wahlbeteiligung: „Jede Wählerin und jeder Wähler unterstützt auf diese Weise unser Kernanliegen in der württembergischen Landeskirche: Dass die Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus in Wort und Tat auch in Zukunft die Menschen im Land erreicht, ihnen hilft, sie ermutigt, sie tröstet.“

    Alle Infos zur Kirchenwahl auf www.kirchenwahl.de

  • addremove Die Wahl in die Kirchengemeinderäte

    Was ist der Kirchengemeinderat? (Mit Klick auf das Vorschaubild wird das Video beim Anbieter YouTube abgespielt.)

    Am 1. Dezember 2019 werden in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg über 10.000 Kirchengemeinderätinnen und Kirchengemeinderäte gewählt.

    In den Gemeinden der württembergischen Landeskirche ruht die Verantwortung auf mehreren Schultern. Die Pfarrerin bzw. der Pfarrer leiten gemeinsam mit dem gewählten Kirchengemeinderat die Gemeinde. In jeder Gemeinde werden am 1. Advent zwischen vier und 18 Kirchengemeinderäte gewählt. Das Ergebnis der Wahl des Kirchengemeinderats in Ihrer Gemeinde erfahren Sie über Ihr Pfarramt.

    Mehr über die Aufgaben des Kirchengemeinderats auf www.kirchenwahl.de

  • addremove Die Wahl der Landessynode

    Was ist die Landessynode? (Mit Klick auf das Vorschaubild wird das Video beim Anbieter YouTube abgespielt.)

    Am 1. Dezember 2019 werden nicht nur die Kirchengemeinderäte, sondern auch die Mitglieder für die 16. Württembergische Landessynode gewählt.

    Die Landessynode wird direkt von den Gemeindegliedern gewählt. Sie ist die gesetzgebende Versammlung der Kirchenleitung. Ihre Aufgaben ähneln denen von politischen Parlamenten.

    Die Evangelische Landeskirche in Württemberg ist die einzige Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland, in der die Mitglieder der Landessynode direkt von den Gemeindegliedern gewählt werden (Urwahl). Die Synodalen werden in Wahlkreisen für sechs Jahre gewählt.

    Wer kandidiert in Ihrem Wahlkreis für die Landessynode?
    Finden Sie es mit Hilfe der Kandidierendendatenbank hier heraus.

    Die Landessynode auf einen Blick auf www.kirchenwahl.de

  • addremove Die Kirchenwahl in unserer Gemeinde

    Geben auch Sie am 1. Dezember 2019 Ihre Stimme bei der Kirchenwahl ab!

    Haben Sie Fragen zur Wahl, die Ihnen auf www.kirchenwahl.de nicht beantwortet werden?

    Dann wenden Sie sich an unser Pfarramt, Unsere Pfarrerin Kornelia Stysch oder an die amtierende Kirchengemeinderätinnen und -räte.

    Auch wenn Sie für die Kirchenwahl kandidieren möchten, stehen wir gerne zur Verfügung! Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, wir beantworten gerne ganz unverbindlich Ihre Fragen.